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Erfahrungen & Methoden

In Expeditionen, Theaterstücken, Werkstätten und Forschungslaboren begeben wir uns seit über 20 Jahren immer wieder auf Entdeckungsreise: sind Suchende, Lernende und Gestaltende zugleich und verständigen uns auf ein gemeinsames Ziel, an dem wir ankommen möchten. Unsere vielfältigen, Generationen und Kultur übergreifenden Projekte sind auf die Menschen zugeschnitten, die teilhaben wollen. 

Wir entwickeln ein dialogisches Theater, das Impulse wahrnimmt und verwandelt, verstehen dieses Theater als soziale Versammlung, aus der zeitgemäße künstlerische Narrative für Selbstbestimmung und Zukunftsgestaltung hervorgehen. Wir sind dabei nicht nur offen für, sondern auf die größtmögliche Vielfalt der Sprachen, Ausdrucksformen, Perspektiven und Erfahrungen seiner Künstler*innen und seines Publikums angewiesen. Durch sie entsteht ein Ort, in dem Menschen in ihrer Komplexität und Widersprüchlichkeit wachsen können. 

Als Theater der sozialen Kunst steht ExMe methodisch und physisch für eine Kunst der kurzen Wege. Es schafft Zugang für neue Besucher*innengruppen und gestaltet Begegnungsräume für Menschen, die in der Auseinandersetzung mit den Fragen ihrer Zeit neue Perspektiven suchen. 

Gelegen in Kreuzberg, dem Berliner Bezirk mit der höchsten Bevölkerungsdichte, ist ExMe für viele Menschen auch räumlich nah als Theater in Lauf- oder Fahrradweite. Das baut Barrieren ab und er- leichtert auch Familien mit Kindern den Besuch von Vorstellungen. Einkommensschwachen Stadtbewohner*innen kommen eine soziale Preisgestaltung und Veranstaltungen auf Spendenbasis entgegen. 

Was bei ExMe entwickelt wird, sind poetische Narrative als Katalysator für lokale und globale Perspektiven. 

Insbesondere vor dem Hintergrund dynamischer Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft, können und sollen von dem beschriebenen Standort ‚Alte Desinfectionsanstalt‘  in Verbindung mit der gereiften methodischen Praxis von Expedition Metropolis weiterführende künstlerische Impulse wirksam werden zu: Dialog, Beweglichkeit, Verwandlung, Transformation,  Teilhabe und Demokratieförderung.


Prägende Satationen auf dieser Reise waren die Lehren in der Ästhetik des ‚Armen Theaters‘ in Polen (Teatr Gardzienice, Lublin), die Expeditionen mit dem Kreuzberger Jugendtheater Diskoteater Metropolis, die Begegnungen mit lateinamerikanischen Projekten und ihrem Verständnis von „art and social transformation“, sowie viele eigene Produktionen und Expeditionen seither.  

» Theater ExMe Mobil – Vertrauen in Bewegung (ein KunstWerkHof) « 

Expedition Metropolis erkundet und erprobt ein dialogisches Theater.


Es öffnet Räume für Perspektivwechsel, für Teilhabe und sozialen Wandel.
Das Leitmotiv von ExMe ist: wir ermutigen und begleiten Menschen aller Generationen, um neue und begehbare Wege für persönliche Übergänge und soziales Wachstum zu finden. Die Ermutigung zur Selbstbestimmung und die Befähigung zur eigenen Gestaltung künstlerisch-kulturellen Ausdrucks sind der Kern einer Community Kunst im Theater ExMe. 
Sie schöpft aus der Kraft der Mimesis und befördert Resilienz und Verwandlungsfähigkeit.

Aufgrund der Pandemie forciert angestoßen und bei den diesjährigen HofFestSpielen exemplarisch erprobt, wird die Neuausrichtung der soziokulturellen Arbeit des Community Theaters Expedition Metropolis in den öffentlichen Raum weiterentwickelt und erprobt: auf den Hof, in den Stadtteil, in die Peripherie und in die Fläche, an Orte mit besonderem Bedarf an ortsspezifischen sozio-kulturellen Angeboten. Unter dem Titel ‚ExMe-Mobil‘ wird in den kommenden Jahren auf dem Gesamtgelände der Desi ein KunstWerkHof entstehen, der mit vielfältigen Pilot-Projekten und diversen Teilnehmer*innengruppen zum Thema ‚Vertrauen in Bewegung‘ innovative Produktions- und Präsentationsformate ausgestaltet, sowie Impulse und Transfers in andere Umgebungen erprobt. 


KunstWerkHof ist ein programmatischer Arbeitstitel dafür, dass die Aktivitäten mobil werden und nach draußen gehen, dass Medien intensiver genutzt werden und die Kommunikation mehr noch nach außen geht (z.B. Hoftheater, Draußen- Theater, Projekte in der Peripherie und in der Provinz). Um das, ausgehend von diesem Standort Zukunft weisende und gefragte, Angebot ‚KunstWerkHof ExMe-Mobil‘ entwickeln und erproben zu können, werden zunächst Pilotvorhaben in ausgewählten Programmbereichen aufgelegt – als Plattform und Labor für mobile bzw. digitale Kunstproduktion.

Kunst von allen

ExMe bringt Menschen und Themen zusammen, die andernorts so nicht zusammenkommen können. Die Erprobung und Stärkung von Interkultur und die gemeinsame Gestaltung von gesellschaftlichen Wandlungsprozessen, sowie Community Learning und – Empowerment sind die wesentlichen Handlungs- und Wirkungsfelder des Theaters Expedition Metropolis.

Nachbarschaft: Das Theater ExMe bietet eine Kunst der Nähe und der kurzen Wege. Es kreiert eine nachbarschaftliche Kunst-, Forschungs- und Versammlungspraxis, die einfach und jedem zugänglich ist.

Selbst-Bewusstsein: Das Theater ExMe fördert und fordert Eigensinn, Respekt, Aufmerksamkeit, Empathie und Verantwortung. Es erkundet und stärkt die Geschichte(n), die Potentiale und Träume, die Chancen und Kontexte der Menschen, die es erreicht. Es orientiert, qualifiziert und ermächtigt Individuen und Gruppen.

Gemeinsinn: Theater ExMe schafft Spielräume für Zusammenarbeit. Es schafft kooperative Lern- und Produktionsräume, um eigene Potentiale zu entdecken, um Wege ins Leben zu finden, um Umgebungen partizipativ und offen für Andere zu gestalten und um Lebensqualität solidarisch und Ressourcen orientiert zu steigern.

So können Werte und Formen einer partizipativen Stadtteilentwicklung und einer nachhaltigen sozialen Ökonomie lokal Gestalt annehmen.

Materialien zum Download

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