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Der Körper, der Atem, die Wahrnehmung
Wie entsteht eine Emotion? Wo spüren wir sie im Körper? Wie verändert sich unser Atem, wenn uns etwas überrascht, erschreckt, begeistert oder wütend macht?
Durch körperliche, sinnliche und theaterpädagogische Übungen lädt dieser Workshop dazu ein, die Welt der Emotionen zu erkunden – ausgehend von der Wahrnehmung des eigenen Körpers und dem bewussten Spüren der eigenen Empfindungen. Der Atem, die Bewegung, Spannungen, Impulse und Sinneseindrücke werden zu Werkzeugen, um sich Emotionen auf authentische Weise anzunähern, ohne sie unbedingt benennen oder darstellen zu müssen.
Im Mittelpunkt stehen nicht nur die verschiedenen Emotionen, sondern auch ihre vielfältigen Nuancen: die Abstufungen innerhalb eines einzigen emotionalen Zustands, die Veränderungen, die entstehen, wenn eine Emotion auf eine andere trifft, sowie die Widersprüche und Ambivalenzen, die jede emotionale Erfahrung einzigartig und komplex machen.
Durch die Arbeit allein, zu zweit und in der Gruppe erforschen wir, wie ein körperlicher Impuls eine Reaktion auslösen kann, wie eine Veränderung des Atems unsere Präsenz beeinflusst und wie eine Geste, eine Körperhaltung oder eine einfache Handlung etwas zum Ausdruck bringen können, wofür wir noch keine Worte finden.
Es geht nicht darum, Emotionen zu interpretieren oder den richtigen Weg zu finden, sie darzustellen, sondern darum, die eigene Wahrnehmungsfähigkeit, Achtsamkeit und Bewusstheit zu vertiefen. Ein Prozess der persönlichen und gemeinsamen Erforschung, der uns dazu einlädt, innezuhalten, dem Raum zu geben, was entsteht, und neue Ausdrucksmöglichkeiten zu entdecken – indem wir den Körper zum Ausgangspunkt unserer theatralen Erfahrung machen.
Erst spüren, dann ausdrücken. Erst wahrnehmen, dann handeln. Durch den Körper die Vielschichtigkeit unserer Emotionen entdecken.
Kurzbeschreibung
Erika Tribbioli ist freiberufliche Theaterregisseurin und Theaterpädagogin. Seit mehreren Jahren leitet sie das italienischsprachige Theaterprojekt Il Teatro di Pan in Berlin, in dessen Rahmen sie Theaterproduktionen und theaterpädagogische Projekte mit Erwachsenen sowie mit Kindern und Jugendlichen entwickelt und inszeniert.
In ihrer Arbeit verbindet sie künstlerische Forschung, körperlichen Ausdruck und theaterpädagogische Methoden. Dabei stehen die Wahrnehmung des eigenen Körpers, die Entwicklung des individuellen Ausdrucks und das Zusammenspiel in der Gruppe im Mittelpunkt.
Die Bewegungshalle, unser Probenraum, ist über eine Rampe zugänglich. Sollten Sie auf Barrieren bei Ihrem Besuch stoßen, kontaktieren Sie uns bitte unter veranstaltung@expedition-metropolis.de oder telefonisch unter 030 47 98 01 52. Wir werden unser Bestes tun, um Ihren Besuch zu ermöglichen.