“Frauenbilder in Sprachwelten” ist ein Rechercheprojekt zu Geschichten von Frauen mit Migrationserfahrungen und mehrsprachiges Theater von Berfin Emektar.
Ein Jahr lang begibt sich Berfin Emektar auf die Reise – vor Ort und international, um Geschichten von Frauen zu erkunden und Antworten auf die Frage zu bekommen, wie ihre Stimmen theatralisch für möglichst Viele sicht- und hörbar macht werden können.

Werkstatt:
Die Werkstatt “Frauengeschichten der Migration” zielt darauf ab, die individuellen Geschichten von Frauen mit Migrationserfahrung, die in Berlin leben, sichtbar zu machen, durch diese Erzählungen ein kollektives Gedächtnis zu schaffen und solidarische Netzwerke durch künstlerische Produktionsprozesse zu entwickeln.
Im Rahmen des Projekts werden Frauen aus unterschiedlichen sprachlichen, kulturellen und geografischen Hintergründen zusammengebracht und in einem mehrsprachigen sowie partizipativen Workshopprozess begleitet. In diesem Prozess erhalten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen durch Erzählung, Körper, Stimme und performative Ausdrucksformen sichtbar zu machen. Individuelle Geschichten werden dabei in eine gemeinsame dramaturgische Struktur überführt und entwickeln sich zu einem kollektiven künstlerischen Prozess.
Ziel des Projekts ist es, Migration nicht ausschließlich als erzwungene Bewegung zu verstehen, sondern auch als einen Prozess, der neue Beziehungen, kulturelle Interaktionen und kreative Ausdrucksformen hervorbringt. In diesem Zusammenhang unterstützt das Projekt Frauen darin, ihre eigene Stimme zu stärken, Sichtbarkeit zu erlangen und sich durch künstlerische Praxis als handelnde Subjekte zu positionieren.
Am Ende des Workshopprozesses ist vorgesehen, dass die entstandene Arbeit – sofern es die Bedingungen erlauben – in eine kurze Theaterperformance überführt und auf der ExMe-Bühne öffentlich präsentiert wird. Dies stellt jedoch eine Möglichkeit dar, die sich aus dem Prozess heraus entwickeln kann. Im Mittelpunkt des Projekts steht primär ein kollektiver Erfahrungs- und Produktionsraum, in dem Ausdruck, Austausch und Solidarität gefördert werden.
Proben sind voraussichtlich vom 21.07.-23.07.2026, 27.07.-30.07.2026 und vom 03.08.-09.08.2026
Über Berfin Emektar
Geboren 1979, lebt in Diyarbakır und ist Schauspielerin und Regisseurin. Sie verfügt über etwa 30 Jahre Erfahrung im Theaterbereich. Sie hat eine aktive Rolle in der Entwicklung des kurdischen Theaters gespielt und in den Bereichen Schauspiel, Regie, Lehre sowie Kulturmanagement gearbeitet.
Im Laufe ihrer Karriere wirkte sie in mehr als 20 Theaterproduktionen sowie in verschiedenen Film- und Fernsehprojekten mit. Sie arbeitet derzeit am Stadttheater Diyarbakır (DBŞT) als Schauspielerin, Ausbilderin und Leiterin und ist zugleich Koordinatorin des Amed Theaterfestivals.
Ihre künstlerische Praxis ist mehrsprachig und stark von kulturellem Gedächtnis geprägt. Die Entwicklung des kurdischen Theaters, Fragen von Sprache und Identität sowie die Darstellung kollektiver Erinnerung stehen im Zentrum ihrer Arbeit. Während eines einjährigen Aufenthalts in Berlin baute sie Kooperationen mit europäischen Theaterinstitutionen auf.
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin im Rahmen des Fellowshipprogramms Weltoffenes Berlin.
