
© Konstantin Öffler
Das Projekt richtet sich an junge Menschen mit Fluchterfahrung unterschiedlicher kultureller Hintergründe. Es findet als Intensivwoche in den Herbstferien 2026 in der Flüchtlingsunterkunft Freiheit 11 in Berlin statt. Ziel ist es, ausgrenzende Erfahrungen im Alltag sichtbar zu machen, zu reflektieren und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Mobbing und Diskriminierung zu entwickeln.
Im Zentrum steht die theaterpädagogische Methode des „Theaters der Unterdrückten“ nach Augusto Boal sowie die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg.
Ausgangspunkt sind reale Erfahrungen der Teilnehmenden: Die Jugendlichen bringen eigene Situationen aus ihrem Alltag ein, in denen sie Ausgrenzung, Konflikte oder Ohnmacht erlebt haben. Diese werden gemeinsam szenisch entwickelt und verdichtet. In einem zweiten Schritt werden die Szenen aktiv bearbeitet: Die Teilnehmenden unterbrechen, verändern und spielen alternative Handlungsverläufe durch. So entsteht ein praktischer Erfahrungsraum, in dem unterschiedliche Reaktionsmöglichkeiten erprobt und reflektiert werden können.
Ziel ist es, Selbstwirksamkeit zu stärken, Perspektivwechsel zu ermöglichen und konkrete Handlungsoptionen im Umgang mit Ausgrenzung zu entwickeln. Das Projekt verbindet dabei Reflexion mit aktivem Handeln.
Die Jugendlichen sind nicht nur Teilnehmende, sondern gestalten die Inhalte maßgeblich selbst. Ihre Erfahrungen, Perspektiven und Entscheidungen bilden die Grundlage des gesamten Prozesses.
Geleitet von Nataliya Palshina und Konstantin Öffler
Gefördert von:
