Jeder kämpft für sich allein – Ensemble Casa Casanova

Betty lebt in prekären Verhältnissen. Ihre Mutter Jaqueline verschafft ihr und ihrer Freundin Selma-Luise deswegen kurzfristig zwei Rollen in der italienischen Seifenoper „Angeli di Berlino“, in der Jaqueline selbst mitspielt. Eine Webpisode soll zwischen den Staffeln gedreht werden. Am Filmset treffen Betty und Selma-Luise auf den Regisseur Werner Neuhaus, die Produktionsassistentin Marie und den Nebendarsteller Antonio. Und alle warten auf die Schauspielerin Gigliola Perfetti, die berühmte Ehefrau des Regisseurs.

Was geschieht, wenn wir weiter unter Druck gesetzte Ziele erreichen wollen, egal, was um uns herum passiert? Wer nimmt die Verantwortung wahr? Was passiert, wenn die Struktur nicht mehr den Verhältnissen entspricht? Wir behaupten, dass das Peter-Prinzip einsetzt: Jede(r) steigt solange in einer Hierarchie auf, bis eine Position erreicht wird, die nicht mehr bewältigt werden kann.

Jeder kämpft für sich allein ist die dritte Produktion des Ensembles Casa Casanova. Die Komotrödie verhandelt fest gefügte Hierarchiestrukturen, Instrumentalisierung, Opportunismus & das Zwanghafte, jede Schwäche in eine Stärke verwandeln zu wollen.

Jeder kämpft für sich allein entstand aus Improvisationsübungen & Schreibwerkstätten frei nach Shakespeares Macbeth.

Akteur*innen: Azzurra Checchini, Sepide Freitag, Carola Grossmann, Saskia Neuthe, Estelle Reynier, Francesca Rose & Alessandro Rossi

Text: Carola Grossmann & Stefan Paul Trzeciok

Regie: Saskia Neuthe & Stefan Paul Trzeciok

In the finest tradition of intellectual trash & in Deutsch é Italiano ohne Untertitel.

Premiere: 14. Februar 2020 20:00 Uhr.

Weitere Vorstellungen:

15. Februar 2020 20:00 Uhr
16. Februar 2020 18:00 Uhr